LEI-Code und der FDTA: Was der U.S. Financial Data Transparency Act für Unternehmen bedeutet

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LEI-Code und FDTA — was der U.S. Financial Data Transparency Act für Unternehmen bedeutetWarum US-amerikanische Finanzdaten lange Zeit fragmentiert waren

Die US-amerikanische Bundesfinanzaufsicht hat historisch in isolierten Bereichen operiert. Verschiedene Aufsichtsbehörden verwendeten unterschiedliche Systeme, unterschiedliche Formate und unterschiedliche Kennungen für dieselben Rechtsträger. Während der Finanzkrise 2008 stellten die Aufsichtsbehörden fest, dass sie nicht schnell ermitteln konnten, welche Marktteilnehmer gegenüber insolventen Kontrahenten exponiert waren, weil die Daten schlichtweg nicht miteinander verknüpft waren.

Der Kongress verabschiedete den FDTA (Financial Data Transparency Act, das US-amerikanische Gesetz, das einheitliche maschinenlesbare Standards für die Finanzberichterstattung vorschreibt), um dies zu beheben. Im Dezember 2022 verabschiedete der Kongress das Gesetz und wies eine Gruppe von neun Bundesfinanzaufsichtsbehörden an, gemeinsame Datenstandards zu etablieren.

Was im Juni 2026 beschlossen wurde

Im Juni 2026 veröffentlichten die Behörden die endgültige gemeinsame Regelung, die am 1. Oktober 2026 in Kraft tritt. Die SEC (U.S. Securities and Exchange Commission), FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation), OCC (Office of the Comptroller of the Currency), die Fed (Federal Reserve System), NCUA (National Credit Union Administration), CFPB (Consumer Financial Protection Bureau), FHFA (Federal Housing Finance Agency), CFTC (Commodity Futures Trading Commission) und das Treasury (U.S. Department of the Treasury) haben die Regelung gemeinsam erlassen.

Infolgedessen hat die Regelung den LEI-Code (Legal Entity Identifier, eine globale Kennung für Rechtsträger bei Finanztransaktionen), verwaltet von der GLEIF (Global Legal Entity Identifier Foundation), als einheitliche gemeinsame Rechtsträgerkennzeichnung bei allen erfassten Behörden etabliert. Aufsichtsbehörden in Dutzenden von Rechtsordnungen weltweit verlassen sich bereits auf den LEI, und die Behörden kamen zu dem Schluss, dass er die Anforderungen des FDTA am besten erfüllt: offen lizenziert, nicht proprietär und auf alle Rechtsträgertypen anwendbar.

Die Behörden haben jedoch eine Alternative geprüft, diese aber abgelehnt. Der BIC (Bank Identifier Code, die internationale Kennung im Bankwesen) erfasst nur Rechtsträger des Bankensektors und erfüllt nicht die Anforderung des FDTA, alle Finanzrechtsträger zu identifizieren.

Was dies derzeit erfordert — und was nicht

Hier ist Präzision wichtig.

Die gemeinsame Regelung selbst ändert keine bestehenden Berichtspflichten. Tatsächlich haben die Behörden ausdrücklich bestätigt, dass sich am Inkrafttreten keine Berichtspflichten ohne weitere Maßnahmen der jeweiligen Behörde ändern.

Dies bedeutet, dass der LEI im Rahmen des FDTA noch nicht für alle US-amerikanischen Unternehmen verpflichtend ist. Stattdessen wird jede Behörde in Phase 2 ihre eigene individuelle Regelung veröffentlichen, in der die tatsächlichen Verpflichtungen konkretisiert werden. Diese Regelungen müssen spätestens zwei Jahre nach der endgültigen gemeinsamen Regelung in Kraft treten, was auf etwa 2028 hindeutet. Folglich wird Phase 2 die zentralen Fragen beantworten: welche spezifischen Berichtspflichten den LEI umfassen und welche Rechtsträger einen solchen erwerben müssen.

Warum dies dennoch von Bedeutung ist

Auch ohne unmittelbare Verpflichtung ist die Entscheidung selbst bedeutsam. Das US-amerikanische Recht erkennt den LEI nun als einheitlichen Standard an, um den herum die gesamte bundesstaatliche Finanzdateninfrastruktur gestaltet wird.

Dies betrifft zwei Gruppen von Unternehmen.

Erstens sollten US-regulierte Rechtsträger, die an die SEC, FDIC, CFTC oder andere erfasste Behörden berichten, damit rechnen, dass der LEI Teil ihrer Berichtspflichten wird. Phase 2 wird den Zeitplan und den Umfang präzisieren.

Zweitens gilt dieselbe Logik für jedes Unternehmen, das auf US-amerikanischen Finanzmärkten tätig ist oder mit US-regulierten Kontrahenten zusammenarbeitet. Wenn ein US-amerikanischer Partner, eine Plattform oder ein Finanzinstitut einen LEI zu verlangen beginnt, werden diejenigen, die bereits über einen verfügen, vorbereitet sein.

Die LEI-Registrierung dauert nur wenige Minuten und der Code wird nahezu sofort ausgestellt. Wenn Sie bereits über einen LEI verfügen, prüfen Sie, ob er aktiv ist. Ein abgelaufener Code wird kein Berichtssystem passieren.

Das globale Bild

Der FDTA ist keine isolierte Entwicklung. Tatsächlich verlangen EU-Verordnungen einschließlich EMIR (European Market Infrastructure Regulation), MiFIR (Markets in Financial Instruments Regulation) und der ISO 20022-Standard für grenzüberschreitende Zahlungen bereits den LEI. Infolgedessen signalisiert der Beitritt der USA zu dieser Liste, dass der LEI zur globalen Grundlage für die Unternehmensidentität auf Finanzmärkten wird.

Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, können einen einzigen LEI verwenden, um mehrere regulatorische Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen.

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